Das Konzept hinter ANVERA
Eine landesweite Infrastruktur für Fachkräfteintegration und -bindung in Thüringen.
ANVERA versteht Fachkräfteintegration nicht als einzelnes Projekt, sondern als gemeinsame Infrastrukturaufgabe. In Thüringen gibt es bereits viele Angebote, Projekte, Netzwerke und engagierte Akteure. Was bisher fehlt, ist eine verbindende Struktur, die diese Ressourcen sichtbar macht, Qualität entwickelt, Zusammenarbeit stärkt und Fachkräfte langfristig im Land hält.
Thüringen steht vor einer strukturellen Herausforderung
Der Fachkräftebedarf in Thüringen steigt in vielen Branchen und Regionen. Besonders betroffen sind Bereiche wie Handwerk, Pflege, Technik, Dienstleistung und öffentlicher Dienst. Gleichzeitig leben bereits viele internationale Fachkräfte und Menschen mit Migrationsgeschichte im Land. Sie bringen Qualifikationen, Erfahrung und Motivation mit – doch ihr Potenzial wird noch nicht systematisch genug genutzt.
Viele Unterstützungsangebote, Beratungsstellen, Projekte und Förderstrukturen sind vorhanden. Das Kernproblem ist daher nicht ihr Fehlen, sondern ihre mangelnde Sichtbarkeit, Vernetzung und strukturelle Einbettung.
Demografischer Druck
Thüringen verliert langfristig Erwerbsbevölkerung. Der Bedarf an Fachkräften steigt und wird zu einer zentralen Zukunftsfrage für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft.
Potenzial ist vorhanden
Internationale Fachkräfte und Menschen mit Migrationsgeschichte leben bereits in Thüringen, befinden sich in Ausbildung, Beschäftigung oder suchen beruflichen Anschluss.
Angebote sind fragmentiert
Es gibt viele Beratungsstellen, Projekte und Netzwerke. Häufig fehlt jedoch ein gemeinsamer Überblick, klare Verweisfähigkeit und eine dauerhafte Verbindung zwischen den Akteuren.
Das Handlungsfeld verändert sich
Die Integrationslandschaft befindet sich in einer strukturellen Verschiebung. Klassische sozialpädagogische Migrationsberatung steht zunehmend unter Förderdruck. Gleichzeitig werden Angebote stärker in Richtung Arbeitsmarktintegration, Fachkräftesicherung und wirtschaftsnahe Integration ausgerichtet.
Diese Entwicklung bringt aber neue Anforderungen mit sich. Viele soziale Akteure müssen stärker mit Unternehmen, Kammern, Wirtschaftsförderungen und arbeitsmarktnahen Strukturen zusammenarbeiten. Dabei entstehen neue Fragen: Wer übernimmt welche Rolle? Wie erreichen Angebote Unternehmen? Wie werden Fachkräfte nicht nur vermittelt, sondern langfristig gehalten?
ANVERA setzt genau an dieser Schnittstelle an: zwischen Sozialstruktur, Wirtschaft, Verwaltung und migrantischen Organisationen.
Ziel von ANVERA
Bestehende Angebote schneller wirksam machen
ANVERA will keine neue Parallelstruktur aufbauen. Ziel ist es, bestehende Angebote in Thüringen schneller wirksam zu machen, besser miteinander zu verbinden und ihre Qualität sichtbar weiterzuentwickeln.
Dafür bündelt ANVERA Erfahrungen, schafft gemeinsame Zugänge, dokumentiert bewährte Ansätze und bringt Akteure zusammen, die bisher oft nebeneinander arbeiten. Unternehmen erhalten mehr Orientierung. Träger bekommen Sichtbarkeit und Austausch. Kommunen erkennen Bedarfe und Lücken besser. Fachkräfte finden leichter Unterstützung beim Ankommen, Arbeiten und Bleiben.
ANVERA macht sichtbar, was vorhanden ist – und verbindet es zu einem wirksamen System.
Was ANVERA lösen will
Vier Aufgaben. Eine Infrastruktur.
ANVERA adressiert nicht nur ein einzelnes Problem, sondern die systemische Lücke zwischen vorhandenen Ressourcen und ihrer tatsächlichen Wirkung.
Was ANVERA lösen will
Vier Aufgaben. Eine Infrastruktur.
ANVERA adressiert nicht nur ein einzelnes Problem, sondern die systemische Lücke zwischen vorhandenen Ressourcen und ihrer tatsächlichen Wirkung.
Angebote, Ansprechpartner und Unterstützungsstrukturen werden sichtbar – für Unternehmen, Fachkräfte, Kommunen, Träger und Politik.
Transparenz
Gemeinsame Standards und ein mehrstufiges Label schaffen Orientierung. Qualität wird nicht kontrollierend verstanden, sondern als gemeinsamer Entwicklungsprozess.
Qualität
Fachkräfte sollen nicht nur nach Thüringen kommen, sondern bleiben. Dafür braucht es Arbeit, Alltag, soziale Kontakte, Familie, Bildung, Vereine und Zugehörigkeit.
Bindung
Aus einzelnen Akteuren entsteht ein handlungsfähiges System. Wissen, Kontakte, Erfahrungen und Unternehmenszugänge werden geteilt.

